Verbundprojekte von Weber & Leucht sind Forschungsprojekte, die Themen mit hohem Praxisbezug und Innovationspotenzial zum Gegenstand haben. An diesen Projekten können mehrere Unternehmen teilnehmen – sie profitieren davon, dass wir in enger Zusammenarbeit Entwicklungs- und Optimierungspotenzial für ihre Produkte und Verfahren aufdecken und so wichtige Marktvorteile schaffen. Regelmäßige Projekttreffen ermöglichen präzise Absprachen und eine fortlaufende Informationsweitergabe; alle Projektergebnisse unterliegen der unbedingten Geheimhaltung und werden nur auf ausdrücklichen Wunsch der beteiligten Unternehmen veröffentlicht. Unsere Verbundprojekte werden vollständig seitens der Industrie finanziert – die Kosten werden unter den teilnehmenden Unternehmen aufgeteilt, ohne dass öffentliche Mittel eingesetzt werden.

Wichtiger Hinweis: Eine Teilnahme bzw. ein Einstieg in die Verbundprojekte ist während der Projektlaufzeit jederzeit möglich!

 

Aktuelle Verbundprojekte der Weber & Leucht GmbH

Screening von Brandrückständen auf PSA

Komfort-Screening von neuen und gewaschenen Textilien mittels Fabric-Touch-Testsystem und Aufbau eines Referenzpanels zur Komfort-Klassifizierung von Textilien

Verbesserte Prüfverfahren zur Bestimmung der Dimensionsstabilität und Oberflächenveränderung von textilen Flächengebilden mittels Accelerator-Verfahren

Freisetzung von Mikroplastik durch Reinigungstextilien

 

Projekt 1/2017:
"Screening von Brandrückständen auf PSA"

Feuerwehr

 

Problemstellung
Nach Brandeinsätzen kann Schutzausrüstung von Feuerwehrleuten kontaminiert sein durch:

  • Mineralfaserstäube wie Asbest, Anorganische Stäube und Partikel (Schwermetalle)
  • Chemikalienrückstände durch den Lösch- und Bergungseinsatz
  • Chemikalienrückstände durch den Brandvorgang
  • Mikrobiologische Verunreinigungen
  • Materialzersetzung durch Hitze/Chemikalien/Mechanik und andere Einflüsse

Es ist weitgehend unbekannt, welche Rückstände sich nach einem Einsatz auf PSA befinden. Welche Kontaminationen lassen sich auf häufig und in bedeutender Menge nachweisen? Dieses Projekt soll Klarheit schaffen und Entwicklungspotenzial für die beteiligten Unternehmen aufzeigen.

 

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pdficonErgänzende Bedingungen für Verbundprojekte (APV)

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Projekt 2/2017:
"Komfort-Screening von neuen und gewaschenen Textilien mittels Fabric-Touch-Testsystem und Aufbau eines Referenzpanels zur Komfort-Klassifizierung von Textilien"

tragekomfort

 

Problemstellung
Es sind nur wenige Referenzwerte und Erfahrungen bzgl. hautsensorischer Komforteigenschaften (Griff/Haptik) von Textilen verfügbar – häufige Diskussionen und Reklamationen sind die Folge, weil

  • aufwändige und kostspielige Messverfahren notwendig sind
  • die sogenannte KES-FB-Messung ("Kawabata-System"), mittels der die haptischen Eigenschaften eines Textils analysiert werden können, schwer verständlich ist und Spezialisten zur Anfertigung und Interpretation der Ergebnisse erfordert

Geeignete Tests für Routine-/QS-Prüfungen und Screening hoher Probenaufkommen konnten sich bislang nicht durchsetzen. Mit diesem Verbundprojekt wollen wir eine verbesserte Komfortbeurteilung  durch das Fabric-Touch-System ermöglichen und eine branchenorientierte und leicht verständlichen Klassifizierung realisieren - so zeigen wir Entwicklungs- und Optimierungspotenzial für die beteiligten Firmen auf.

 

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pdficonTechnical Bulletin zum Fabric Touch Tester

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Projekt 3/2017:
"Verbesserte Prüfverfahren zur Bestimmung der Dimensionsstabilität und Oberflächenveränderung von textilen Flächengebilden mittels Accelerator-Verfahren"

 Schrumpf

 

Problemstellung / Ausgangssituation
Waschprüfungen der Standardnormen DIN EN ISO 6330 und DIN EN ISO 15797 sind der Branchenstandard. Hier gibt es allerdings mehrere Kritikpunkte:

  • Ergebnisse liegen bei Dauerwaschversuchen oft erst nach vielen Tagen vor
  • Die Prüfungen benötigen Experten in der Durchführung
  • Die Prüfungen sind kostenintensiv (Energie, Testmaterialien, Wasser…)
  • Proben müssen während der Prüfung in Trockner oder Finisher umgeladen werden
  • Die Übertragbarkeit auf Tunnelwaschverfahren ist oft nicht gegeben
  • Jede Norm erfordert spezifisches Equipment
  • Alle Proben müssen separat bzw. sortenrein behandelt werden

Das in den USA und Asien verbreitete Accelerator-Waschverfahren kann eine mögliche Verbesserung dieser Kritikpunkte darstellen, ist aber in Europa vielen Herstellern noch weitestgehend unbekannt. Mit diesem Verbundprojekt wollen wir in Erfahrung bringen, ob das Accelerator-Verfahren eine Alternative zu den "herkömmlichen" Waschprüfungen sein kann.

 

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 pdficonTechnical Bulletin zum QuickWash Plus

pdficonErgänzende Bedingungen für Verbundprojekte (APV)

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Projekt 4/2017:
"Freisetzung von Mikroplastik durch Reinigungstextilien"

 microplastics1

Problemstellung / Ausgangssituation

Textilien stehen im Verdacht, umweltschädliche Mikroplastik abzugeben. Vor allem Mikrofaser-Produkte erscheinen suspekt.
Die Vermutung: Mikroplastik entsteht...

  • vor, während und nach der Textilproduktion
  • durch Anwendung und Verschleiß, z.B. Waschen, Trocknen und Scheuern
  • durch zusätzlich aufgebrachte Polymere–Schichten, Ausrüstungen und Textilpflege-Mittel sowie Waschmittel
  • durch Abrieb von Synthesefasern, insbesondere Mikrofaser
  • durch qualitativ minderwertige Rohstoffe

Im Rahmen dieses Projektes sollen Gewichtung, Klassifikation und Analyse einer durch Reinigungstextilien denkbaren Mikroplastik-Verschmutzung näher untersucht werden, um eine objektive technische Betrachtung der Sachlage zu ermöglichen.

 

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pdficonErgänzende Bedingungen für Verbundprojekte (APV)